Bauernmarkt 24
Dachgeschoßumbau
1010 Wien
2008

Das elegante Jugendstilgebäude wurde, wie das gesamte Bauernmarkt-Fleischmarktviertel, vom Wiener Architekten Anton Hein im Jahre 1913 entworfen. Das umgestaltete Dachgeschoß spielte in der österreichischen Filmgeschichte eine nicht unbedeutende Rolle, wurden doch im obersten Geschoß des Gebäudes die Räumlichkeiten zunächst als Stummfilmatelier der Wien-Film genutzt. Im Jahre 1933 war hier das Lehrinstitut für Tonfilmkunst untergebracht und in der Nachkriegszeit, von 1946 - 1949 wurden die Räumlichkeiten von Belvedere-Film als Studio genutzt.

Hauptaugenmerk beim Umbau lag darauf, die ursprüngliche Charakteristik der Räumlichkeit (=Studio) zu erhalten bei gleichzeitiger Optimierung der Raum- und Flächennutzung. Dies konnte durch den Einbau eines Galeriegeschoßes erreicht werden, welches aufgrund der Formensprache und der verwendeten Materialien eher wie ein in den bestehenden Raum geschobenes Möbel wirkt. Durch den Einbau dieses Möbels wurden auf zwei Arten nutzbare Flächen geschaffen: Einerseits durch Einbau desselben, andererseits erreicht man über einen weiteren, transparenten Stiegenlauf von der Galerie ausgehend die Dachterrasse, welche in der warmen Jahreszeit den Lebensraum des Bewohners nochmals erheblich erweitert.

Fläche: 139m²
Fotos: Pez Hejduk